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Anwendungsbeispiele / CVD/PVD


CCD-Spektrum Lackschichten


CVD-/PVD-Verfahren

Schichtsysteme, die im CVD- oder PVD-Verfahren hergestellt wurden, erfordern eine prozeßbegleitende Analytik, da die Beschaffenheit des Grundwerkstoffes nicht mehr alleine maßgebend für die Eigenschaft der Oberfläche ist, sondern diese weitgehend durch die Art der Beschichtung festgelegt wird.Die mechanischen und chemischen Eigenschaften wie Verschleißverhalten und Korrosionsbeständigkeit von TiN, Ti(Al,C)N oder CrN werden neben der Struktur auch durch die chemische Zusammensetzung bestimmt.

Abbildung: Quantitative GDOS-Tiefenprofilanalyse einer funktionsfähigen TiN-Schicht


Abbildung: Quantitative GDOS-Tiefenprofilanalyse einer fehlerhaften TiN-Schicht


TiN - beschichtete Werkstücke besitzen im Idealfall ein stöchiometrisches Verhältnis von 50 At.-% N zu 50 At.-% Ti. Stöchiometrisch korrekt beschichtete TiN-Schichten weisen an der Probenoberfläche noch geringe Konzentrationen an O und C auf, deren Ursache aber nur eine Randoxidation bzw. eine leichte Verschmutzung der Oberfläche ist. Elementanreicherungen im Interface sind nicht zu erkennen. Bauteile, die von dieser Stöchiometrie abweichen, weisen erhöhte O- und C-Konzentrationen in der Schicht und im Interface auf. Es ist zudem eine überstöchiometrische Konzentration an N zu erkennen.

Abbildung: Quantitative GDOS-Tiefenprofilanalyse einer TiAIN-Schicht


Bei der Beschichtung von Hartstoffschichten im CVD-Verfahren wird teilweise vor der eigentlichen Beschichtung ein wenige 100 nm dicker Ti-Flash aufgebracht, der die Schichthaftung verbessern soll. Aufgrund von Diffusionsvorgängen ist nach der Beschichtung diese dünne Ti-Schicht oft nicht mehr vorhanden. In seltenen Fällen kann eine Ti-Anreicherung im Interface noch beobachtet werden.

Abbildung: Wechselschichten: Cu-Cr/Ni

Die Tiefenauflösung ist bei allen sputternden Analyseverfahren ein entscheidendes Kriterium. Oft wird behauptet die GDOS kann "dünne" Schichten nicht mehr richtig auflösen. In dem unten aufgeführten Beispiel ist die Analyse von 10 Wechselschichten Cu und Cr/Ni mit einer Gesamtdicke von 1,6 Mikrometer aufgeführt.

Alle Schichten lassen sich vergleichsweise sehr gut auflösen. Bemerkenswert ist v. a. dass die tieferliegenden Schichten nicht weniger schlecht aufgelöst werden können als Schichten an der Oberfläche der Probe.

 

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