| Prinzip der TOF-SIMS-Analyse
Die Flugzeit (Time of Flight) -Sekundärionenmassenspektroskopie
(ToF-SIMS) ist eine analytische Methode zur chemischen Charakterisierung
von Materialoberflächen organischer und biologischer
Natur. Das Verfahren beruht auf der zeitaufgelösten Erfassung
von Sekundärionen, welche durch den Beschuss der Oberfläche
mit hochenergetischen Primärionen (Cs+, Ga+) erzeugt
werden. Da die effektive Nachweistiefe nur etwa 1nm beträgt,
setzt sich das gemessene Massenspektrum nur aus den chemischen
Komponenten der aller obersten Molekularschichten zusammen.
Ein kurzer Ionenpuls mit Primärionen
trifft auf die zu untersuchende Oberfläche. Dabei penetrieren
die Primärionen die obersten Atomlagen der Oberfläche
und lösen sogenannte Sekundärionen heraus. Hierbei
wird auf die in dieser kurzen Zeit freigesetzten Sekundärionen
die gleiche kinetische Energie der Primärionen übertragen,
wodurch diese beschleunigt werden. Die Sekundärionen
durchlaufen nun eine Driftstrecke bis sie auf ein Detektorsystem
hoher Zeitauflösung treffen, wo ihre Intensität
als Funktion der Flugzeit gemessen wird.
Da Ionen unterschiedlicher Masse bei einer
gegebenen kinetischen Energie unterschiedliche Geschwindigkeiten
haben, kann über die gemessene Flugzeit einfach auf ihre
Masse geschlossen werden. Durch die Massentrennung können
die einzelnen Elemente der zu untersuchenden Oberfläche
nachgewiesen werden. [SP]
Eine Oberflächenabbildung ist somit
mit einem feinfokussierten, gepulsten Primärionenstrahl,
der über eine Targetoberfläche gerastert wird, möglich.
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